Lexikon

Das Lexikon beschreibt die Therapien und deren Einsatzgebiete so kurz und klar wie möglich.

AC-Gelenksresektion – Coplaning:
Dient der Behandlung der Schultereckgelenksarthrose. Mittels arthroskopischen Eingriffes wird das äußere Ende des Schlüsselbeins mit einer kleinen Fräse entfernt zusammen mit dem entzündete Schleimbeutel unterhalb des Schulterdaches. Somit wird mehr Platz im subakromialen Raum für ein reibungsloses Gleiten der Sehnen geschaffen.

ACP – Eigenblut-Therapie:
Während der Heilung laufen im Körper komplexe und genau geregelte natürliche Prozesse ab. Daran sind spezielle Proteine, die sogenannte Wachstumsfaktoren, beteiligt, die von kleinen Blutbestandteilen, den Thrombozyten – Blutblättchen, stammen. Diese werden im Körper am Ort der Verletzung aktiviert und setzen dort Wachstumsfaktoren frei, die wiederum den Heilungsprozess fördern. Die Vorgehensweise sieht wie folgend aus:

  1. Blutabnahme aus der Armvene
  2. Trennverfahren zur Gewinnung der körpereigenen Wirkstoffe (Proteine/Wachstumsfaktoren) in konzentrierter Form
  3. Injektion der körpereigenen Wirkstoffe in die betroffene Region – Ort der Verletzung

Auf diesem Prinzip basiert die ACP-Therapie. Dabei werden die körpereigenen Selbstheilungskräfte genutzt, indem hohe Konzentrationender speziellen Proteine/Wachstumsfaktoren gewonnen und anschließend injiziert werden. Je nach Verletzungsart kann die Form und Häufigkeit der Verabreichung dieser Proteine variieren.

Mit ihrem Arzt wird ein individueller Behandlungsplan entworfen, der z.B. mehrere Injektionen in wöchentlichem Abstand vorsieht.

Arthrodese-Gelenkversteifung:
Die Arthrodese ist eine operative Gelenkversteifung. Die Bewegungsfähigkeit im Gelenk wird dabei komplett unterbunden und so die Schmerzfreiheit erreicht.  Wird nur vorübergehend eine Fixation quer durch ein Gelenk angelegt, z. B. mit einem K-Draht, liegt eine temporäre Arthrodese vor.

Die operative Gelenkversteifung ist prinzipiell an allen Gelenken möglich. Hüft- und Kniearthrodesen sind seit der Einführung von Endoprothesen selten geworden. Relativ häufig wird das Verfahren noch an Schulter, Hand- und Fingergelenken, Sprunggelenken und Fußgelenken durchgeführt. Die Arthrodese des ersten Tarsometatarsal-Gelenkes (Lapidus-Arthrodese) ist ein häufiges Verfahren zur Korrektur eines schweren instabilen Hallux valgus und die Großzehengrundgelenk-Arthrodese wird häufig bei einem Hallux rigidus durchgeführt.

Arthroskopie:
Mithilfe der Arthroskopie oder Gelenkspiegelung können vor allem größere Gelenke untersucht und Schäden an den Gelenkskonturen behandelt werden. Dazu wird über einen kleinen Hautschnitt ein sogenanntes Arthroskop eingeführt. Dabei handelt es sich um eine stabförmige Videokamera . Zur besseren Beurteilung der Gelenkstrukturen, sind zusätzlich eine Lichtquelle und eine Spül- und Absaugvorrichtung angebracht. Außerdem können spezielle Instrumente arthroskopisch eingesetzt werden, so dass Schäden und Verletzungen gleich nach ihrer Diagnose behandelt werden können.

Arthrose:
Arthrose ist die typische Abnutzungs- und Verschleißerscheinung der Gelenke und eine natürliche Folge unseres Alterungsprozesses, aber auch bei jüngeren Personen kann eine Arhrose (unfall-, sport- oder anlagebedingt) auftreten.

Unter einer Arthrose versteht man einen Verschleiß des Gelenkknorpels. Die Zerstörung des Gelenkes in führt letztendlich zu einer schmerzhaften Bewegungseinschränkung und einer schmerzhaften Knochenauflagerung. Die Behandlung richtet sich nach dem Stadium der Arthrose.

Erste Anzeichen / Symptome der Arthrose sind:

  • Anlaufschmerzen und Gelenksteife
  • Eingeschränkte Beweglichkeit
  • Ruhe- und Nachtschmerzen
  • Entzündung und Schwellung

Die Arthrose wird in Stadien von I bis IV untergliedert:

Stadium I: Symptomarm
Stadium II – III: Zunahme der Schmerzen
Stadium IV: Völliger Gelenkverschleiß, Bewegungseinschränkung

Arthroskopie des Hüftgelenkes:
Die Hüftarthroskopie bzw. Spiegelung des Hüftgelenkes ist ein Verfahren, bei dem der Gelenkspalt zwischen Oberschenkelkopf und Hüftpfanne als auch die übrige Gelenksinnenraum untersucht werden kann. Der Patient erhält für den operativen Eingriff eine Vollnarkose

Im Rahmen der Hüftarthroskopie können folgende Therapien durchgeführt werden:

  • Entfernung freier Gelenkkörper aus dem Hüftgelenk
  • Behandlung von Knorpelschäden im Hüftgelenk
  • Behandlung von Erkrankungen der Gelenkschleimhaut des Hüftgelenkes
  • Behandlung von Formstörungen des Hüftgelenkes (CAM-und Pincer-Impingement der Hüfte)
  • Therapien von Schäden der Gelenklippe: Verletzungen am Labrum

Arthroskopie des Schultergelenkes:
Die Arthroskopie des Schultergelenkes ist ein minimalinvasiver operativer Eingriff zur besseren Beurteilung der Schmerzursache und gleichzeitiger Behandlung dieser. Durch die Schlüssellochtechnik entstehen kleinere Muskelschäden, welche wiederum zu einer Verminderung der Schulterschmerzen zur Folge haben und dadurch einer besseren Beweglichkeit führt.

  • Subacromiale Dekompression:
    Die subakromiale Dekompression (S.A.D.) ist ein operativer Eingriff zur Behandlung des Impingementsyndroms. Hierbei kommt es zu einer Behinderung der Supraspinatussehne beim Gleiten unter dem Schulterdach. Hierfür können entzündliche Prozesse, Knochenausziehungen am Schultereckgelenk, eine ausgeprägte AC-Gelenksarthrose oder Kalkschulter,verantwortlich sein. Es werden der entzündete Schleimbeutel unterhalb des Schulterdaches entfernt. Bei Vorhandensein eines Knochensporns an der Unterseite des Schulterdaches wird dieser mit einer Fräse abgetragen und eine plane Fläche hergestellt. Der Raum zwischen Schlüsselbein und Schulterdach erweitert, sodass die darunter gleitenden Sehnen reibungslos arbeiten können.
  • AC-Gelenksresektion (Coplaning):
    Dient der Behandlung der Schultereckgelenksarthrose. Mittels arthroskopischen Eingriffes wird das äußere Ende des Schlüsselbeins mit einer kleinen Fräse entfernt zusammen mit dem entzündeten Schleimbeutel unterhalb des Schulterdaches. Somit wird mehr Platz im subakromialen Raum für ein reibungsloses Gleiten der Sehnen geschaffen.
  • Naht der Rotatorenmanschette:
    Grundsätzlich verbinden Sehnen den dazugehörigen Muskel mit einem bestimmten Knochen und sorgen so für eine spezifische Bewegung. Bei der Rotatorenmanschette handelt es sich um 4 zusammenhängende Muskeln die für das Einwärts- und Außwärtsdrehen des Oberarmes, das stabilisieren des Armes am Oberkörper sowie für das Abspreizen und über Kopf Heben des Armes verantwortlich sind. Durch zunehmenden Verschleiß infolge hoher mechanischer Beanspruchung oder durch Unfälle kann es zu einem Einriss einer oder mehreren Sehnen der Rotatorenmanschette kommen. Bei der RM-Naht handelt es sich um eine Naht einer oder mehreren eingerissener bzw. verletzter Sehnen mit dem Ziel des Wiedererlangen der vollen Kraft und Beweglichkeit sowie der Schmerzausschaltung.
  • Tenotomie u./u. Tenodese der langen Bicepssehne:
    Die lange Bizepssehne ist ein Sorgenkind des Schultergelenkes. Sowohl im Bereich ihres Ansatzes am Tuberculum supraglenoidale (SLAP-Läsion) als auch in ihrem intraartikulären Verlauf bis hin zum Eintritt in den Sulcus (Pulley-Läsion) gibt es strukturelle Schäden die zu erheblichen Schmerzen führen können. Dies hat Funktions- und Bewegungseinschränkungen zur Folge. In den seltensten Fällen ist bei diesen Pathologien eine anatomische Rekonstruktion sinnvoll. In der Regel stellt sich die Frage nach einer extraanatomischen Befestigung (Tenodese) oder einfache Ablösung (Tenotomie) der langen Bizepssehne.
  • Entfernung von Kalkdepots:
    Als Kalk Schulter wird eine Sehnenverkalkung (Tendinosis calcaria) im Schultergelenk bezeichnet. Sie tritt vor allem zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr auf. Die Verläufe sind sehr unterschiedlich. In den meisten Fällen lindern Schmerztherapie und Krankengymnastik die Beschwerden, in seltenen Fällen ist eine Operation notwendig. Diese erfolgt arthroskopisch, der sogenannten Schlüssellochmethode. Über kleine Hautschnitte werden  Kamera und Instrumente in den Subakromialraum eingeführt und das Kalkdepot aufgesucht. In weiterer Folge wird der Kalkherd aus der Sehne herausgeschält. Sollten hierbei größere Defekte an der Sehne entstehen werden diese mittels Naht versorgt.

Arthroskopie des Sprunggelenkes:
Bei der Arthroskopie, oder auch Spiegelung genannt, handelt es sich um einen gelenkserhaltenden Eingriff am Sprunggelenk. Der operative Eingriff erfolgt in minimalinvasiver Technik welches die Heilungszeiten, Narbenbildung und Komplikationen im wesentlich deutlich vermindert im Vergleich zu offenen Eingriffen. Minimale Hautschnitte bedeutet für den Patienten ein geringeres Gewebstrauma und somit auch weniger Schmerzen.

Im Rahmen einer Sprunggelenks Arthroskopie können folgende Therapien durchgeführt werden:

  • Behandlung von Knorpelschäden im Sprunggelenk
  • Entfernen freier Gelenkkörper im Sprunggelenk
  • Behandlung von Knorpelschäden
  • Erkrankungen der Gelenkschleimhaut (Synovitis) mit Einklemmungen
  • Behandlung des Impingement im Sprunggelenk
  • Behandlung von Instabilitäten des Sprunggelenkes (Seitenbänder, Syndesmose)
  • Die Arthrose und ihre Folgeerscheinungen des Sprunggelenkes

Bandagisterei – Orthopädie Technik:
Der Bandagist (Orthopädietechniker) fertigt für Patienten nach ärztlicher Verordnung orthopädische/technische Hilfsmittel nach Maß an. Diese dienen der konservativen Behandlung von orthopädischen Problemen und Schäden im Haltungs- und Bewegungsapparat, Gelenkfehlstellungen und -instabilitäten. Dazu zählen Prothesen und Orthesen.

Des Weiteren fertigen Orthopädietechnik-Mechaniker spezielle Bandagen und Korsetts, aber auch Erzeugnisse der Rehabilitationstechnik wie Sitzschalen oder individuelle Rollstühle. Je nach Hilfsmittel erfolgen schon während des Fertigungsprozesses Anproben, um den Sitz des Hilfsmittels zu überprüfen und gegebenenfalls zu korrigieren. Sie beraten ihre Kunden bei der Wahl des passenden Hilfsmittels, führen Anamnesen durch, messen betroffene Körperteile aus, erstellen Konstruktionszeichnungen und Modelle.

Außerdem reparieren, warten und justieren sie die Hilfsmittel und weisen in ihre Bedienung bzw. Handhabung ein. Das Orthopädietechnik-Handwerk gehört zu den Gesundheitsfachberufen und zur Gruppe der Gesundheitshandwerke.

Bandscheibenvorfall:
Ein Bandscheibenvorfall (Diskusprolaps, Bandscheibenprolaps) am häufigsten bei Menschen zwischen 30 und 50 Jahren auf. Dabei kommt es zum Auslösen starke Rückenschmerzen, Gefühlsstörungen und sogar Lähmungen.

Hierbei tritt der weiche Kern (Nucleus pulposus) aus der Bandscheibe, die sich zwischen 2 benachbarten Wirbeln befindet, hervor. Er liegt normalerweise im inneren eines festen faseriges (Anulus fibrosus), der bei einem Bandscheibenvorfall beschädigt oder instabil ist. Dadurch kann sich der Kern aus der Bandscheibe hervorwölben oder gar durch den Ring hindurchtreten. Bei ausgeprägten Fällen können Teile des Gallertkerns in den Wirbelkanal rutschen, ein sogenannter sequestrierter Bandscheibenvorfall. Tritt der Kern aus der Bandscheibe hervor, für das häufig dazu, dass die zwischen den Wirbel austretenden Nerven (Spinalnerven) oder das im Wirbelkanal liegende Rückenmark zusammengedrückt werden. Es kommt zu Schmerzen und Funktionsstörungen des Rückenmarks.

Vom Bandscheibenvorfall (Bandscheibenprolaps) ist die Bandscheibenvorwölbung (Diskusprotrusion) zu unterscheiden. Hier verlagert sich das innere Bandscheibengewebe nach außen, ohne dass der Faserring der Bandscheibe zerreißt. Trotzdem können Beschwerden wie Schmerzen und Empfindungsstörungen auftreten. Bekanntes Beispiel ist der Hexenschuss (Lumbago), ein akut einschießender, heftiger Schmerz im Bereich der Lendenwirbel.

 

C-Bogen:
Der C-Bogen ist ein Medizinprodukt zur Bildgebung.  Charakteristisch ist der C-förmige Aufbau, mit welchem der Patient aus fast jedem Winkel untersucht werden kann. Der C-Bogen löste das Problem der Immobilität, reduziert Strapazen sowie Wartezeiten und bietet die Option, das Gerät je nach Bedarf zum Patienten zu bewegen.

Der C-Bogen eignet sich vor allem zur intraoperativen Bildgebung. Hier kann in Echtzeit jeder Operationsschritt kontrolliert werden, sodass notfalls eine Revision vorgenommen und eine mögliche Folgeoperation erspart, Behandlungsergebnisse verbessert und die Genesung beschleunigt werden kann.

Bildwandler- und CT-gezielte Infiltrationsverfahren sind mittlerweile vor allem im Bereich der Wirbelsäule aus der modernen Schmerztherapie kaum mehr wegzudenken.

Dank der Bildgebung schafft man es mit einer hochselektiven Betäubung eine gezieltes platzieren der Wirkstoffe am Ort des Geschehens zu erreichen und so die Ursache der Schmerzentstehung zu beheben. Auch therapeutisch lassen sich diese Infiltrationsmethoden hervorragend nutzen und in manchen Fällen durch weiterführende interventionelle Verfahren wie z.B. Denervierung ergänzen.

CAM- und PINCER-Impingement – Femoro-Acetabuläres Impingement (F.A.I.):
Das Impingementsyndrom der Hüfte bezeichnet eine mechanische Enge zwischen dem Kopf des Oberschenkelknochens und des Hüftgelenkpfannendaches. Knöcherne Veränderungen des Oberschenkelhalses oder des Pfannendaches verursachen dabei ein schmerzhaftes Anschlagen beider Gelenkpartner. Meist sind junge, sportlich aktiver Mensch vom Impingementsyndrom der Hüfte betroffen. Die Schmerzen zeigen sich in Form von bewegungsabhängigen Leistenschmerzen, Schmerzen beim Aufstehen nach längerem Sitzen, die zu einer eingeschränkten Beweglichkeit im Hüftgelenk führen.

Bei der rechtzeitigen Therapie lässt sich unter Umständen eine stärkere Gelenksschädigung verhindern (arthroskopische OP), ohne Therapie wird der Knorpel oder die Gelenkslippe weiter geschädigt, was zur Hüftgelenks-Arthrose und  im schlimmsten Falle zum künstlichen Hüftgelenksersatz führen kann.

Coplaning – AC-Gelenksresektion:
Dient der Behandlung der Schultereckgelenksarthrose. Mittels arthroskopischen Eingriffes wird das äußere Ende des Schlüsselbeins mit einer kleinen Fräse entfernt zusammen mit dem entzündete Schleimbeutel unterhalb des Schulterdaches. Somit wird mehr Platz im subakromialen Raum für ein reibungsloses Gleiten der Sehnen geschaffen.

Coxitis Fugax – Hüftschnupfen:
die Coxitis fugax ist eine nicht infektiöse Entzündung des Gelenkes mit Spontanheilung. Sie tritt gehäuft zwischen dem 4. und 10. Lebensjahr auf. Oft geht einer Coxitis fugax 1-3 Wochen zuvor eine (virale) Infektion der Atemwege oder des Gastrointestinaltraktes voraus. Die Patienten äußern plötzlich auftretende Schmerzen, die häufig auch in das Knie ausstrahlen. Betroffene Kinder hinken zur Schonung des betroffenen Beines. Der Allgemeinzustand betroffener Kinder ist in der Regel gut und stabil. Bei der Untersuchung der Hüfte fällt eine schmerzhafte Bewegungseinschränkung auf, die insbesondere bei Innenrotation betont ist.

Die Therapie umfasste Schonung für 2-4 Tage und eventuell die Gabe von Antiphlogistika/NSAR (z.B. Ibuprofen). Wichtig sind eine ultraschallgezielte Verlaufskontrolle und die Kontrolle der Laborparameter (Entzündungswerte). Bei einem ausgeprägten Erguss kann das Gelenk zu diagnostischen und therapeutischen Zwecken punktiert werden.

Degenerativer Gelenkverschleiß:
Verschleiß- oder Abnutzungserscheinungen sorgen für schmerzbedingte Funktionseinschränkungen. Arthrose ist ein fortschreitender Abbau der stoßdämpfenden Knorpelschicht zwischen zwei Gelenkflächen. Arthrose-Patienten leiden unter starken Gelenkschmerzen und zunehmend eingeschränkter Beweglichkeit. Im fortgeschrittenen Stadium droht die Einsteifung des Gelenks. Bei möglichst früher, geeigneter Behandlung können arthrotische Beschwerden gelindert oder sogar beseitigt werden.

Endoprothetik: Hüfte – Knie
Die Endoprothetik bezeichnet in der orthopädischen Chirurgie den Bereich des „künstlichen Gelenkersatzes“.

Unser Bewegungsapparat besteht aus einem komplexen Aufbau verschiedener   Strukturen, die es uns ermöglichen, uns zielgerichtet zu bewegen.

Unter einer Arthrose versteht man einen Verschleiß des Gelenkknorpels. Die Zerstörung des Gelenkes in führt letztendlich zu einer schmerzhaften Bewegungseinschränkung und einer schmerzhaften Knochenauflagerung (Exostosen, Osteophyten). Die Behandlung richtet sich nach dem Stadium der Arthrose. Bei weit fortgeschrittener Arthrose ist der Gelenkerhalt nicht möglich. Es kann dann nur, je nach Lokalisation und Ausprägung des Gelenkverschleißes zu einer Umstellungsosteotomie, oder einem künstlichen Gelenkersatz kommen.

Epicondylitis (Tennisarm und Golferellenbogen):
Die Epicondylitis beschreibt eine schmerzhafte Reizung des Sehnenursprungs an der Innen, oder Außenseite des Ellenbogens. Betroffen sind die Muskeln des Unterarms oberhalb des Epicondylus (Knochenvorsprung) am Oberarmknochen. Die Erkrankung mit der Gruppe der Enthesiopathien zugeordnet.

Epicondylitis radialis humeri-Tennisellenbogen: am äußeren Epicondylus des Oberarmknochens – Strecker der Handgelenke und der Finger

Epicondylitis ulnaris humeri-Käufer Ellenbogen:am inneren Epicondylus des Oberarmes-Beuger des Handgelenkes und der Finger

Fersensporn – plantar oder dorsal:
Ein Fersensporn ist eine wenige Millimeter kleine dornartige Verknöcherung an der Ferse. Meist entsteht dieser durch eine Reizung am Knochen, die durch Zug oder Druck verursacht wurde. Dieser dornartige Knochenblock am Fersenbein entsteht durch kleine Sehnenverletzungen (Mikrotraumen) die verkalkten. Grund für solche Verletzungen sind meist Fehl- und Überlastungen. Bei einem Fersensporn ist Gehen oder Stehen in vielen Fällen sehr schmerzhaft.

Behandlung: Schuheinlagen, Kältetherapie, Krankengymnastik, Stoßwellentherapie, Bestrahlung, entzündungshemmende Medikamente, Operation.

Der Fersensporn vorwiegend am Fersenbein auf und kann im Bereich der Achillessehne (dorsal – Plantarfasziitis) oder an der Fußsohle (plantar) entstehen.Eine Sonderform stellt die Haglund-Exostose dar.

 

Frozen Shoulder – adhäsive Capsulitis:
Die Fibrosen Schulter bezeichnet eine Erkrankung der Schultergelenkskapsel. Anfänglich treten starke Schulterschmerzen auf, die allmählich nachlassen, während die Schulter gleichzeitig immer steifer wird. Hier werden 3 Phasen unterteilt werden. In der ersten Phase treten heftige Schulterschmerzen teilweise in Ruhe und nachts auf. Während der zweiten Phase versteifte Schultergelenk immer stärker ein und in Phase drei findet eine Umkehr der Symptome statt, die Beweglichkeit der Schulter nimmt wieder zu. Es werden teilweise langwierige Verläufe über mehrere Jahre, manchmal ohne vollständige Heilung und langfristiger Bewegungseinschränkung prognostiziert.

Die Therapie sieht Eis oder Wärmebehandlungen vor, physiotherapeutische Übungsbehandlungen u./o. Bewegungsbäder, eine antiphlogistische Therapie mit entzündungshemmenden Medikamenten, manchmal in Kombination mit Cortisongabe.

Gicht / GichtthophusArthritis urica:
hierbei handelt es sich um eine entzündliche Knotenbildung wobei es zu einer Gewebsablagerung von Harnsäure in der Unterhaut und andere bindegewebigen Strukturen kommt.

  • Konservativ: Die heute bevorzugte Behandlung von Gichtknoten ist die Behandlung mit Medikamenten zur Senkung des Harnsäurewert. Ist der Harnsäurewert unter 6,0 mg/dl bauen sich die Knoten wieder von selbst ab. Die Gicht Knotenschrumpfung umso schneller je niedriger der Harnsäurewert ist. Daher wird bei Gicht Knoten ein Zielwert von unter 5,0 mg/dl Harnsäure p angestrebt.
  • Operativ: Bei einer drohenden Sehnenruptur ist ein operatives Vorgehen empfohlen. Weitere Indikationen für eine operativen Eingriff sind Engpasssyndrom wie z.B. das Karpaltunnelsyndrom oder bei drohender Nekrose.

Plantarer Fersensporn und Haglund-Exostose:

Plantarer Fersensporn:
Ein Fersensporn ist eine wenige Millimeter kleine dornartige Verknöcherung an der Ferse. Meist entsteht dieser durch eine Reizung am Knochen, die durch Zug oder Druck verursacht wurde. Dieser dornartige Knochenblock am Fersenbein entsteht durch kleine Sehnenverletzungen (Mikrotraumen) die verkalkten. Grund für solche Verletzungen sind meist Fehl- und Überlastungen. Bei einem Fersensporn ist Gehen oder Stehen in vielen Fällen sehr schmerzhaft.

Behandlung: Schuheinlagen, Kältetherapie, Krankengymnastik, Stoßwellentherapie, Bestrahlung, entzündungshemmende Medikamente, Operation.

Der Fersensporn vorwiegend am Fersenbein auf und kann im Bereich der Achillessehne (dorsal – Plantarfasziitis) oder an der Fußsohle (plantar) entstehen.Eine Sonderform stellt die Haglund-Exostose dar.

Haglund Exostose:
Die Haglundexostose beschreibt eine Reizung der Achillessehne am Ansatz des Fersenbeines, die meist mit einer Schleimbeutelentzündung kombiniert ist. Hier besteht ein knöcherner Höcker im Ansatzbereich der Achillessehne der die mechanische Reizung und somit Entzündung verursacht. Es sind ausschließlich Erwachsene betroffen und der Schmerz befindet sich hinten an der Ferse und im Bereich des Achillessehnenansatzes. Da das Fersenbein an seiner hinteren oberen Ecke eine Knochennase oder Ausziehung bildet, wird die Haglund-Exostose oft auch als hinterer (dorsaler) Fersensporn bezeichnet.

Bei Versagen einer konservativen Therapie empfiehlt sich hier die operative Sanierung.

Hallux rigidus:
Bei einem Hallux rigidus handelt es sich um ein weiter fortgeschrittenes Stadium der Arthrose. Der Verschleiß des Gelenksknorpels führt zu einer fortschreitenden Zerstörung des Großzehengrundgelenkes  mit knöchernen Randanbauten welche für die schmerzhafte Bewegungseinschränkung verantwortlich sind. Je nach Stadium der Arthrose bieten sich die konservative als auch operative (gelenkerhaltende oder nicht gelenkerhaltend) Therapie an.

Hallux valgus:
Die häufigsten Probleme am Vorfuß entstehen an der Großzehe. Und einem Großzehenballen oder auch Hallux valgus versteht man ein Abweichen der Großzehe im Grundgelenk in Richtung der Kleinzehe. Die Fehlbelastung des Fußes führt zu eine Aufspreizung zwischen dem erstem 1. und 2. Mittelfußknochen und damit zum heraustreten des ersten Mittelfußköpfchens, Welche den sogenannten Ballen bildet. Ein schmerzhafter Hallux valgus kann aufgrund seiner Fehlstellung, unter Berücksichtigung der Einteilung in leichte – mittelschwere oder schwere Form, meist nur noch operativ versorgt werden.

Hammerzehe – Krallenzehe – Klauenzehe:
Hierbei handelt es sich um Fehlstellungen der Zehen mit einer Beugung im Mittelgelenk und eine wechselnden Stellung im Grund und Endgelenk. Durch den Druck des Knochens unter der Haut kommt es zur Ausbildung von schmerzhaften Druckstellen, sog. Hornhautschwielen  und auch zu Schleimbeutelentzündungen über den betroffenen Gelenken. Bei der Hammerzehe Findet sich meist zusätzlich eine Ballenfehlstellung.

Die operative Behandlung einer Hammerzehe sieht die Entfernung des Grundgliedköpfchens vor. Dadurch kann die Fehlstellung korrigiert werden. Um das Ergebnis der Korrektur zu halten, wird dieses mit einem Draht stabilisiert (temporäre Gelenksversteifung), der meist nach 4-6 Wochen wieder schmerzfrei entfernt wird.

Hüftdysplasie:
Die Hüftdysplasie auch angeborene Hüftgelenksverrenkung genannt, ist eine Sammelbezeichnung für angeborene oder erworbene Fehlstellungen und Störungen der Verknöcherung (Ossifikation) des Hüftgelenks beim Neugeborenen. Die Hüftdysplasie kann dabei alleinstehend oder zusammen mit anderen angeborenen Fehlbildungen vorkommen. Die alleinstehende Hüftdysplasie ist erheblich häufiger anzutreffen und findet sich in signifikant höherer Zahl bei Mädchen als bei Jungen. Es werden mehrere Faktoren als begünstigend oder teilweise verursachend angesehen: ein Faktor ist die Beckenendlage während der Schwangerschaft.

Die Symptome der Hüftgelenksdysplasie sind zunächst Seitenungleichheit der Glutealfalten und Bewegungseinschränkungen der betroffenen Hüfte beim Strampeln. Ohne Behandlung kommt es bei schweren Formen zu bleibenden Schäden des Hüftgelenks mit Hinken, Gangstörungen und Schmerzen. Endzustand schwerer Formen ist die Hüftgelenksarthrose. Leichtere Formen weisen keine Schmerzen auf. Das Vorliegen einer Hüftgelenksdysplasie wird durch Einsatz vor allem der Sonographie, in selteneren Fällen des Röntgens und der Kernspin- oder Computertomographie gesichert. Die Behandlung erfolgt in den meisten Fällen ohne Operation durch Einsatz Beuge-Spreiz-Orthesen (Tübinger-Schiene, Pavlik-Bandage). Auch eine Ruhigstellung durch Anlegen eines Spreizgipses (nach Ortolani) kann erforderlich sein.

Die Notwendigkeit eines operativen Eingriffs besteht nur selten. Die Prognose der Hüftdysplasie ist seit Einführung des sonographischen Screenings bei der Neugeborenenuntersuchung erheblich verbessert worden.

Hüftkopfnekrose:
bei der Hüftkopfnekrose stirbt ein Teil des knöchernen Oberschenkel Knochenkopfes ab. Die Erkrankung gehört zu den aseptischen Knochennekrose. Ursache ist eine verminderte Durchblutung die zu einer Nekrose führt. Ein Sonderfall der Hüftkopfnekrose ist der Morbus Perthes im Kindesalter. Beim Erwachsenen besteht oft ein Zusammenhang bei Diabetes mellitus, Alkoholismus und nach hochdosierter Cortisonbehandlung sowie bei längerer Behandlung mit Antikoagulantien.

Hyaloronsäure-Therapie – Knorpelaufbau:
Künstliche Gelenksschmiere – Unsere Gelenke produzieren für einen reibungslosen Ablauf der Bewegung die Synovialflüssigkeit (Gelenksschmiere).

  • Schmiermittel: die Reibung wird verringert
  • Stoßdämpfer: sie puffert Stöße ab, (z.B. Sprünge)
  • Platzhalter: sie hält die Gelenksflächen auf Distanz (Gleiten, aufreiten)
  • Filterfunktion: sie filtert die Schadstoffe heraus und versorgt den Knorpel mit Nährstoffen

Infiltration – epidural, sakral unter C-Bogen:
Unter einer epiduralen Infiltration versteht man die Injektion von Medikamenten (Lokalanästhetika, Glukokortikoide) in den Epiduralraum des Rückenmarks, das heißt den Raum zwischen dem Periost (Knochenhaut) des Wirbelkanals und der Harten Hirnhaut (Dura Mater).

Jumper‘s Knee (Patellaspitzensyndrom):
Beim Patellaspitzensyndrom handelt es sich um einen schmerzhaften Reizzustand am unteren Pol der Kniescheibe. Hervorgerufen wird die Erkrankung durch eine Überlastung der Patellasehne am Sehnenansatz. Häufig sind Sportler betroffen die sehr oft Sprungbewegungen durchgeführen (z.B. Volleyball, Basketball, Handball, Weitsprung, Hochsprung), daher die englische Bezeichnung Jumper‘s knee.

Bei entsprechender sportlicher Aktivität und Belastung kommt es am unteren Pol der Kniescheibe zur Schmerzentstehung. Anfänglich zeigen sich diese als Anlaufschmerz. Mit fortschreitender Entzündung im Sehnenansatzbereich treten die Schmerzen auch im Alltag bei Streckung im Kniegelenk gegen Widerstand auf (z.B. Treppensteigen).

Kalkdepot – Tendinitis calcarea:
Als Kalk Schulter wird eine Sehnenverkalkung (Tendinosis calcaria) im Schultergelenk bezeichnet. Sie tritt vor allem zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr auf. Die Verläufe sind sehr unterschiedlich. In den meisten Fällen lindern Schmerztherapie und Krankengymnastik die Beschwerden, in seltenen Fällen ist eine Operation notwendig. Grundsätzlich verbinden Sehnen den dazugehörigen Muskel mit einem bestimmten Knochen und sorgen so für eine bestimmte Bewegung. Die Kalk Schulter betrifft vor allem die Sehnen der Rotatorenmanschette:

  • Supraspinatussehne: Am häufigsten betroffen, ermöglicht das Abspreizen des Armes
  • Infraspinatussehne: Häufig betroffen, ist für die Außenrotation des Armes zuständig
  • Subscapularissehne: Seltener betroffen, dient zur Innenrotation des Armes

Bei der Behandlung der Kalk Schulter kommen sowohl konservative Verfahren (Stoßwelle, Needling, antiphlogistische Therapie, Physiotherapie) als auch operative Verfahren (arthroskopische Kalkherd Entfernung) zur Anwendung.

 

Karpaltunnelsyndrom:
Bei dem Karpaltunnelsyndrom handelt es sich um eine Einklemmung des Mittelhandnerven (Nervus medianus) im Handgelenkstunnel (Karpaltunnel). Dieser Kanal für Nerven und Sehnen wird U-förmig von den Handwurzelknochen gebildet mit einem bindegewebigen Band (Retinaculum flexorum) überdacht.

Es entsteht so einen Engpass Im Sehnenfach des Handgelenkes. Dadurch wird der mittlere Armnerv eingeklemmt, der verschiedene Bereiche der Hand sensibel und motorisch versorgt. Typische Symptome sind nächtliches Einschlafen der Hand, Taubheitsgefühle und Missempfindungen, Schmerzen, in späterer Folge sogar Lähmung und Funktionsstörungen.

Die Behandlung zielt in erster Linie auf die nächtliche Ruhigstellung des Handgelenkes mittels Orthese, Cortisonbehandlung, gegebenenfalls operative Erweiterung des Karpaltunnels.

Klauenzehe – Krallenzehe – Hammerzehe:
Hierbei handelt es sich um Fehlstellungen der Zehen mit einer Beugung im Mittelgelenk und eine wechselnden Stellung im Grund und Endgelenk. Durch den Druck des Knochens unter der Haut kommt es zur Ausbildung von schmerzhaften Druckstellen, sog. Hornhautschwielen  und auch zu Schleimbeutelentzündungen über den betroffenen Gelenken. Bei der Hammerzehe Findet sich meist zusätzlich eine Ballenfehlstellung.

Die operative Behandlung einer Hammerzehe sieht die Entfernung des Grundgliedköpfchens vor. Dadurch kann die Fehlstellung korrigiert werden. Um das Ergebnis der Korrektur zu halten, wird dieses mit einem Draht stabilisiert (temporäre Gelenksversteifung), der meist nach 4-6 Wochen wieder schmerzfrei entfernt wird.

Osteochondrale Verletzungen:
Unter einer osteochondralen Läsion versteht man eine kombinierte Schädigung der knorpeligen Gleitschicht sowie des darunter befindlichen knöchernen Untergrundes. Die Beschwerden werden meist in der Tiefe des Gelenkes bei Belastung empfunden. Der Patient leidet unter starken Schmerzen im betroffenen Gelenk und unter eingeschränkter Beweglichkeit. Diese Verletzungen können traumatisch bedingt sein oder durch eine Osteochondrose verursacht werden.

Die Osteochondrose ist eine verschleißbedingte (degenerative) Erkrankung von Knorpel und Knochen im Bereich der Gelenke. Dies bedeutet dass sowohl Knorpel als auch Knochen am Krankheitsprozess beteiligt sind.

Eine Sonderform stellt die Osteochondrosis dissecans dar. Hierbei kommt es zum Absterben kleiner Knochenbezirke unterhalb des Gelenksknorpels im Gelenk. Diese Erkrankung tritt meist bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 5-20 Jahren auf. Das frühzeitige Erkennen und behandelnde Osteochondrosis dissecans ist wichtig. Schreitet die Erkrankung unbehandelt fort, nimmt auch der Gelenkknorpel schaden. Folge kann ein vorzeitiger Gelenkverschleiß (Arthrose) mit chronischen Beschwerden und Funktionsstörungen des Gelenkes sein.

Durch eine arthroskopische Operation (in Schlüssellochtechnik) können die geschädigten Anteile von Knorpel und Knochen entfernt werden und die Bildung eines Regeneratgewebes angeregt werden. Andere operative Verfahren wie z.B. die Mosaikplastik, die Mikrofrakturierung oder auch die Knorpeltransplantation kommen hier zum Einsatz.

 

Knorpelaufbau – Hyaloronsäure-Therapie:
Künstliche Gelenksschmiere – Unsere Gelenke produzieren für einen reibungslosen Ablauf der Bewegung die Synovialflüssigkeit (Gelenksschmiere).

  • Schmiermittel: die Reibung wird verringert
  • Stoßdämpfer: sie puffert Stöße ab, (z.B. Sprünge)
  • Platzhalter: sie hält die Gelenksflächen auf Distanz (Gleiten, aufreiten)
  • Filterfunktion: sie filtert die Schadstoffe heraus und versorgt den Knorpel mit Nährstoffen

Krallenzehe – Klauenzehe – Hammerzehe:
Hierbei handelt es sich um Fehlstellungen der Zehen mit einer Beugung im Mittelgelenk und eine wechselnden Stellung im Grund und Endgelenk. Durch den Druck des Knochens unter der Haut kommt es zur Ausbildung von schmerzhaften Druckstellen, sog. Hornhautschwielen  und auch zu Schleimbeutelentzündungen über den betroffenen Gelenken. Bei der Hammerzehe Findet sich meist zusätzlich eine Ballenfehlstellung.

Die operative Behandlung einer Hammerzehe sieht die Entfernung des Grundgliedköpfchens vor. Dadurch kann die Fehlstellung korrigiert werden. Um das Ergebnis der Korrektur zu halten, wird dieses mit einem Draht stabilisiert (temporäre Gelenksversteifung), der meist nach 4-6 Wochen wieder schmerzfrei entfernt wird.

Kreuzbänder:
Definition: Die Kreuzbänder bilden die zentralen passiven Führungselemente des Kniegelenks. Bedingt durch ihre Lage zueinander und ihre Art der Fixation an Oberschenkelknochen und Schienbein bilden sie eine Verriegelungskette und halten/stabilisieren den Oberschenkelkopf bei der Beugung in einem Roll-Gleit-Mechanismus, der es erlaubt einen großen Gelenkkopf auf einer viel kleineren Gelenkpfanne physiologisch zu bewegen.

Funktion: Die Kreuzbänder halten gemeinsam mit den Seitenbänder das Kniegelenk zusammen. Sie begrenzen die Streckung des Schienbeines, führen das Gelenk während der Bewegung und verleihen ihm die nötige Stabilität.

Bei einer Schädigung des vorderen Kreuzbandes wird diese empfindlich gestört und führt zu Knorpel und Meniskusschäden.

Loge de Guyon Syndrom:
Als Loge-du-Guyon-Syndrom bezeichnet man ein Nervenkompression Syndrom des unteren Abschnittes des Nervus ulnaris im Handgelenksbereich. Die Guyon-Loge ist eine anatomische Engstelle im Verlauf des Nervus ulnaris im Bereich des Handgelenkes, welche von zwei Handwurzelknochen sowie dem Retinaculum flexorum und Musculus palmaris brevis begrenzt wird. Aufgrund der Enge des osteofibrösen Kanals kann es bei mechanischer Überlastung des Handgelenkes (Benutzung von Unterarmgehstöcken oder beim Radfahren) zu Kompression des Nervus ulnaris kommen mit Taubheitsgefühlen. Die Parästhesien treten vor allem im Bereich des kleinen Fingers auf.

Die Therapie richtet sich je nach Ursache der Beschwerden. Eine Schonung des Nervs durch Ruhigstellung im Handgelenksbereich bzw. Vermeidung von Überlastung stellt die konservative Therapie dar. Ein operatives Verfahren zur Entlastung des Nervens insbesondere bei mechanischer Einengung bietet sich in weiterer Folge als Therapie der Wahl an.

Manuelle Therapie:
Die manuelle Therapie ist eine Behandlungstechnik, die auf Funktionsstörungen des  Bewegungsapparates (Muskeln und Gelenke) eingeht. Sie wird im Bereich der Wirbelsäule und Extremitätengelenke angewandt.

Blockierte oder eingeschränkte Gelenke verursache oft Schmerzen und Verspannungen der Muskulatur. Diese werden mit speziellen Handgriffen und Techniken mobilisiert, und dadurch die Beweglichkeit gesteigert und die Schmerzen verringert.

Meniskus:
Menisken sind sichelförmige Knorpelscheiben, die als druck Verteiler, Stoßdämpfe und Stabilisatoren im Bereich des Kniegelenks fungieren. Jedes Kniegelenk besitzt einen Innenmeniskus (medialer Meniskus) und einen Außenmeniskus (lateraler Meniskus). Verletzung des Innenmeniskus treten dabei deutlich häufiger auf.

Eine Meniskusläsion liegt vor, wenn das Meniskusgewebe aufgrund von Verletzungen oder Verschleiß geschädigt bzw. die Funktion des Meniskus gestört ist. (Etwa 63% der Personen im Alter zwischen 50 und 90 Jahren leiden bei einer gleichzeitigen Vorliegen Arthrose unter Meniskusläsionen).

Bei Auftreten von Blockierungsphänomenen, traumatische Verletzung des Meniskusgewebes, Einklemmungsgefühl und anhaltenden Beschwerden nach konservativer Behandlung, empfiehlt sich die operative Sanierung.

Morbus Dupuytren:
Morbus Dupuytren ist eine gutartige Erkrankung des Bindegewebes der Handinnenfläche. Dabei bildet sich ein gutartiger Tumor, der im Laufe der Zeit die Streckung der befallenen Finger behindert. Charakteristisch für die Erkrankung ist das Auftreten von Knoten, Bindegewebsverhärtungen (harte Schwellungen) und Stränge an der Innenfläche der Hand. Die wachsenden Stränge können schließlich dazu führen, dass der Finger nicht mehr gestreckt werden kann (z.B. Einziehungen mit Versteifung, Streckdefizit, Beugekontraktur). Betroffen sind vor allem die Fingergrund-und Mittelgelenke.

Wenn einer oder mehrere Finger gekrümmt sind und zu einer störenden Behinderung führen, kann durch einen geeigneten Eingriff die Streckung der Finger meistens wieder erreicht werden. Hierfür bietet sich die konservative Therapie mittels Bestrahlung oder Stoßwelle an. Bei ausbleibendem Erfolg muss man sich Gedanken über eine operative Entfernung und Lösung der Stränge machen. Bei einem operativen Vorgehen muss auf die hohe Rezidivrate/Wiederauftreten der Knoten hingewiesen werden.

Männer sind 5 mal häufiger betroffen als Frauen.

Morbus Osgood – Schlatter:
Morbus Osgood-Schlatter ist eine schmerzhafte Reizung der Insertion (Ansatz) der Patellasehne (Kniescheibensehne) am  Schienbeinkopf. Dabei können sich Knochenstücke aus dem Schienbein lösen und absterben (Nekrose). Die Erkrankung wird deshalb zu den aseptischen (d. h. nicht infektionsbedingt) Osteonekrosen eingeteilt. Diese Krankheit wird unter anderem durch Überbeanspruchung des Beins verursacht. Typische Symptome sind Schmerzen, Schwellung und Druckempfindlichkeit am Knie bei Belastung.

Mutterkindpassuntersuchung: Hüftultraschalluntersuchung nach Graf in der 1. Lebenswoche
Die Bedeutung der Hüftsonografie liegt heute nicht nur in der Frühdiagnose der Luxation, sondern wenn möglich in der Prävention, das heißt die luxationsgefährdeten Gelenk rechtsseitig zu diagnostizieren und durch eine Sonografie gesteuerte Therapie des Abgleiten in eine Luxation zu verhindern.

Bei dieser Untersuchung werden angeborene oder erworbene Fehlstellungen und Störungen der Verknöcherung des Hüftgelenkes beim Neugeborenen erfasst. Sie findet sich in signifikant höheren Zahlen bei Mädchen als bei Jungen.

Ohne Behandlung kommt es bei schweren Formen zu bleibenden Schäden des Hüftgelenkes mit Hinken, Gangstörungen und Schmerzen. Bei schweren Formen führt dies letzten Endes zur Hüftgelenksarthrose.

Das Vorliegen einer Hüftgelenksdysplasie wird durch Einsatz vor allem der Sonografie, in seltenen Fällen des Röntgens und der Kernspin oder Computertomografie gesichert.

 

Mutterkindpassuntersuchung: Orthopädische Mutterkindpassuntersuchung in der 5.-7. Lebenswoch
Die Erstuntersuchung des Neugeborenen findet unmittelbar nach der Geburt statt, die sogenannte Basisuntersuchung für Neugeborene.

Bei der orthopädischen Untersuchung in der 5. bis 7. Lebenswoche können Einschränkungen oder Fehlentwicklungen des Bewegungsapparates erkannt und behandelt werden.

Untersuchung von Kopf und Hals:

  • Beurteilung der Gesichtsasymmetrie
  • Beurteilung der Gesichtsproportionen
  • Kann eine Schiefhaltung des Kopfes festgestellt werden?

Untersuchung der Wirbelsäule und des Brustkorbes:

  • Können an der Wirbelsäule oder am Brustkorb Ungerechtigkeiten (Asymmetrien) festgestellt werden?

Untersuchung der Beine und Füße:

  • sind die Beine gleich lang?
  • Lassen sich Fußfehlhaltungen wie z.B. Haken-oder Sichelfuß-erkennen?

Mutterkindpassuntersuchung: Hüftultraschalluntersuchung nach Graf in der 1. Lebenswoche
Die Bedeutung der Hüftsonografie liegt heute nicht nur in der Frühdiagnose der Luxation, sondern wenn möglich in der Prävention, das heißt die luxationsgefährdeten Gelenk rechtsseitig zu diagnostizieren und durch eine Sonografie gesteuerte Therapie des Abgleiten in eine Luxation zu verhindern.

Bei dieser Untersuchung werden angeborene oder erworbene Fehlstellungen und Störungen der Verknöcherung des Hüftgelenkes beim Neugeborenen erfasst. Sie findet sich in signifikant höheren Zahlen bei Mädchen als bei Jungen.

Needling:
Durch das sogenannte Kneedling in Kombination mit einem lokalen Betäubungsmittel und Cortison kann dem betroffenen Patienten schnell und effektiv geholfen werden. Es wird dabei z.B. ein Kalkherd mit einer kurzen Nadel mehrmals angestochen und in kleinen Portionen immer wieder z.B. ein lokales Betäubungsmittel Cortison eingespritzt.

Voraussetzung für ein Needling ist das Vorliegen einer gut abgrenzbaren Verkalkung. Die Verkalkung wird unter Durchleuchtung frei projiziert und nach entsprechender lokaler Betäubung mehrmals mittels einer dünnen Nadel fragmentiert und herausgespült. Zusätzlich provoziert der Eingriff eine spontane Resorption der Restverkalkungen.

 

Orthopädie Technik – Bandagisterei:
Der Orthopädietechniker fertigt für Patienten nach ärztlicher Verordnung orthopädische/technische Hilfsmittel nach Maß an. Diese dienen der konservativen Behandlung von orthopädischen Problemen und Schäden im Haltungs- und Bewegungsapparat, Gelenkfehlstellungen und -instabilitäten. Dazu zählen Prothesen und Orthesen. Des Weiteren fertigen Orthopädietechnik-Mechaniker spezielle Bandagen und Korsetts, aber auch Erzeugnisse der Rehabilitationstechnik wie Sitzschalen oder individuelle Rollstühle.

Je nach Hilfsmittel erfolgen schon während des Fertigungsprozesses Anproben, um den Sitz des Hilfsmittels zu überprüfen und gegebenenfalls zu korrigieren. Sie beraten ihre Kunden bei der Wahl des passenden Hilfsmittels, führen Anamnesen durch, messen betroffene Körperteile aus, erstellen Konstruktionszeichnungen und Modelle. Außerdem reparieren, warten und justieren sie die Hilfsmittel und weisen in ihre Bedienung bzw. Handhabung ein.

Das Orthopädietechnik-Handwerk gehört zu den Gesundheitsfachberufen und zur Gruppe der Gesundheitshandwerke.

Patellaspitzensyndrom (Jumper‘s Knee):
Beim Patellaspitzensyndrom handelt es sich um einen schmerzhaften Reizzustand am unteren Pol der Kniescheibe. Hervorgerufen wird die Erkrankung durch eine Überlastung der Patellasehne am Sehnenansatz. Häufig sind Sportler betroffen die sehr oft Sprungbewegungen durchgeführen (z.B. Volleyball, Basketball, Handball, Weitsprung, Hochsprung), daher die englische Bezeichnung Jumper‘s knee.

Bei entsprechender sportlicher Aktivität und Belastung kommt es am unteren Pol der Kniescheibe zur Schmerzentstehung. Anfänglich zeigen sich diese als Anlaufschmerz. Mit fortschreitender Entzündung im Sehnenansatzbereich treten die Schmerzen auch im Alltag bei Streckung im Kniegelenk gegen Widerstand auf (z.B. Treppensteigen).

 

Physiotherapie:
Physiotherapie ist eine konservative Form der äußerlichen Anwendung von Heilmitteln und beinhaltet die ganzheitliche Therapie des Körpers, orientiert an den anatomischen und physiologischen Gegebenheiten. Als Heilmittel kommen dabei gezielte Reize und beispielsweise Anwendungen von Wärme, Druck oder Kälte vor.

Therapien:

  • Manuelle Therapie
  • Dorn-Breuss Therapie
  • Medizinisches EMS Training
  • Schwellstrom und Ultraschall
  • Triggerpunkt Therapie
  • Reflexzonenmassage
  • Akkupunkt Massage
  • Magnet Therapie
  • Manuelle Lymphdrainage

Quadriceps- und Patellasehnenverletzungen:
Die Quadrizeps und Patellarsehne Sehne gehören zum Streckapparat der unteren Extremität und sind für die Streckung des Beines im Kniegelenk verantwortlich. Ein Einriss dieser Sehnen führt zu einem erheblichen Funktionsverlust für die Knie Streckung mit Gefährdung des normalen aufrechten Gehens und Stehens. Eine adäquate Versorgung und Wiederherstellung des Streckapparates ist für nahezu alle Funktionen des täglichen Lebens somit von größter Bedeutung.

Die Quadrizepssehne kann am Übergang vom Muskel zur Sehne, im sehnigen Anteil oder am Übergang der Sehne zur Kniescheibe reißen. Auch die Patellasehne kann in ihrem Sehnenanteil oder am Übergang zum Knochen (Proben zur Kniescheibe oder unten zum Schienbein) reißen.

Verletzungen dieser Art benötigen eine operative Versorgung.

Ringband-Stenose:
Die Ringband-Stenose ist eine anlagebedingte Erkrankung, bei der die Beugesehnen eines Fingers über dem Fingergrundgelenk verdickt sind und dadurch nicht mehr frei durch das dortige Ringband gleiten können (schnellender Finger). Dadurch kommt es zu einem ‚Schnappen‘ des Fingers beim Beugen oder beim Strecken in die Normalposition, zum Strecken muss oft nachgeholfen werden.

Ursächlich ist eine Überbelastung der Beugesehnen (Flexoren) der Hand. Dabei entsteht durch die mechanische Belastung eine Reizung der genannten Strukturen was wiederum zu einer Entzündung der Beugesehnen führt. Entzündung bedeutet (Schwellung, Schmerzen), dass es zur Ausbildung von Sehnenknötchen kommt, die die Passage der Sehne durch das Ringband aufgrund der Größenzunahme (Entzündungsreaktion >> Knoten) blockiert.

Sie stellt oft eine Berufskrankheit dar, da zum Beispiel Klavierspieler, Sportler, Handwerker oder Personen, die länger am Computer arbeiten, besonders häufig an dieser Krankheit leiden. Die auslösenden Faktoren wie Instrumentalspiel, Sport und handwerkliche Tätigkeiten sollten vorübergehend gemieden werden, bis die Beschwerden nicht mehr auftreten. Die Diagnose erfolgt anhand der körperlichen Untersuchung. Ergänzend wird eine Ultraschall-Untersuchung (Sonographie) und in seltenen Fällen eine Schichtuntersuchung (Magnetresonanz – MRT) durchgeführt.

Die Therapie besteht in einem kleinen operativen Eingriff, bei dem in örtlicher Betäubung (Lokalanästhesie) das Ringband vorsichtig unter Schonung von Blutgefäße und Nerven komplett durchtrennt wird. Dadurch wird die Gleitfähigkeit der Sehne wieder frei durchgängig. Krankengymnastische oder ergotherapeutische Übungsbehandlung sind nur selten notwendig.

Siehe auch: (auch Schnappfinger, Springfinger, lat. Tendovaginosis stenosans, Tendovaginitis stenosans oder Digitus saltans)

Rotatorenmanschettenläsionen:
Grundsätzlich verbinden Sehnen den dazugehörigen Muskel mit einem bestimmten Knochen und sorgen so für eine spezifische Bewegung. Bei der Rotatorenmanschette handelt es sich um 4 zusammenhängende Muskeln die für das Einwärts- und Außwärtsdrehen des Oberarmes, das stabilisieren des Armes am Oberkörper sowie für das Abspreizen und über Kopf Heben des Armes verantwortlich sind. Durch zunehmenden Verschleiß infolge hoher mechanischer Beanspruchung oder durch Unfälle kann es zu einem Einriss einer oder mehreren Sehnen der Rotatorenmanschette kommen. Bei der RM-Naht handelt es sich um eine Naht einer oder mehreren eingerissener bzw. verletzter Sehnen mit dem Ziel des Wiedererlangen der vollen Kraft und Beweglichkeit sowie der Schmerzausschaltung.

Schleimbeutelentzündung:
Wenn sich ein Schleimbeutel entzündet, sammelt sich in seinem Inneren mehr Flüssigkeit an als normal. Fachleute nennen das einen Erguss. Dadurch entsteht eine Schwellung, die man ertastet und von außen gut erkennen kann vor allem wenn der entzündete Schleimbeutel dicht unter der Haut liegt.

Eine Schleimbeutelentzündung (Bursitis) entsteht meist nach übermäßiger körperlicher Belastung. Charakteristisch sind plötzlich einsetzende, starke Schmerzen, die meist in der Nacht nach der Überlastung erstmals auftreten. Eine bakterielle Infektion kann ebenfalls zu dem Krankheitsbild führen. Auch Verschleiß und chronische Überlastung verursachen manchmal eine Schleimbeutelentzündung.

Behandlung (konservativ): Ruhigstellung des betroffenen Gelenkes, Schmerzmittel, mitunter Cortison, Stoßwellentherapie, Punktion zum Absaugen überschüssiger Flüssigkeit, Physiotherapie, ggf. Antibiotikagabe.

Bakteriell bedingte oder chronische Bronchitiden müssen oftmals operativ entfernt werden.

Schmerztherapie:
Unter dem Begriff Schmerztherapie werden alle therapeutischen Maßnahmen zusammengefasst, die zu einer Reduktion von Schmerz führen. Insbesondere die Behandlung chronischer Schmerzen stellt eine große Herausforderung dar und bedarf eines interdisziplinären Ansatzes (mehrere Fachrichtungen zusammen).

Der Ansatz der multimodalen Schmerztherapie geht von einer kombinierten Schmerzbehandlung aus, die eine interdisziplinäre Behandlung von Patienten mit chronischen Schmerzzuständen (z. B. Wirbelsäulenleiden), einschließlich Tumorschmerzen unter Einbeziehung von psychiatrischen, psychosomatischen oder psychologischen Disziplinen, nach einem ärztlichen Behandlungsplan mit Behandlungsleitung umfasst. Dabei werden Arten von Schmerzen unterschieden:

  • Akute Schmerzen
    sind als Warner und als Hinweis zur Diagnose der zugrundeliegenden Krankheit sinnvoll und besitzen somit eine wichtige biologische Funktion. Nebst allgemein wirksamen Analgetika ist insbesondere die kausale Behandlung, das heißt die Ursache der Schmerzentstehung entscheidend. Dies führt meist dazu, dass die Schmerzen nachlassen und nach einer gewissen Zeit verschwinden.
  • Chronischer Schmerz
    überdauert diesen zu erwartenden Zeitraum, in dem normalerweise eine Heilung stattfindet. Bei den betroffenen Patienten ist festzustellen, dass es für dieses Überdauern der Schmerzen mehrere ursächliche und anhaltende Faktoren gibt, die sich im somatischen, psychischen und sozialen Bereich finden oder vermuten lassen (z.B.: Todes einer nahestehenden Person, Trennung, Verlust des Arbeitsplatzes, et c..). Dafür ist eine umfassendes, interdisziplinäres Schmerzmanagement ist entscheidend. Die Behandlung mit typischen Analgetika alleine ist für chronische Schmerzen nicht ausreichend.

Art der Schmerztherapie:

  • Ruhigstellung:
    durch eine Ruhigstellung kommt es zur Immobilisierung der betroffenen Stelle, die mechanische Reizung wird dadurch aufgehoben und die bestehende Entzündungsreaktion kann abklingen.
  • Kryoanalgesie:
    Kühlung bis hin zur Vereisung
  • Medikamentöse:
    durch Schmerzmittel wird die Weiterleitung des Schmerzen beeinflusst (vermindert oder gehemmt). Hierzu siehe auch WHO-Stufenschema der Schmerztherapie
  • Anästhesieverfahren:
    dienen der Akutschmerztherapie via Oberflächenanästhesie, Infiltrationsanästhesie, Leitungsanästhesie bis hin zur Rückenmarksnahen Infiltration (Epidarle oder Sakrale Blockade).
  • Physiotherapeutische und physikalische Maßnahmen:
    Massagetherapie, Thermotherapie, Kräftigung der Muskulatur >> Anspannug/Entspannung, Manuelle Therapie, Elektrotherapie.
  • Psychotherapie:
    ist ein wichtiger Bestandteil der Multimodale Schmerztherapie.

Schnellender Finger – Ringbandstenose:
Der schnellender Finger ist eine anlagebedingte Erkrankung, bei der die Beugesehnen eines Fingers über dem Fingergrundgelenk verdickt sind und dadurch nicht mehr frei durch das dortige Ringband gleiten können (sog. Ringband-Stenose). Dadurch kommt es zu einem ‚Schnappen‘ des Fingers beim Beugen oder beim Strecken in die Normalposition, zum Strecken muss oft nachgeholfen werden.

Ursächlich ist eine Überbelastung der Beugesehnen (Flexoren) der Hand. Dabei entsteht durch die mechanische Belastung eine Reizung der genannten Strukturen was wiederum zu einer Entzündung der Beugesehnen führt. Entzündung bedeutet (Schwellung, Schmerzen), dass es zur Ausbildung von Sehnenknötchen kommt, die die Passage der Sehne durch das Ringband aufgrund der Größenzunahme (Entzündungsreaktion → Knoten) blockiert.

Sie stellt oft eine Berufskrankheit dar, da zum Beispiel Klavierspieler, Sportler, Handwerker oder Personen, die länger am Computer arbeiten, besonders häufig an dieser Krankheit leiden. Die auslösenden Faktoren wie Instrumentalspiel, Sport und handwerkliche Tätigkeiten sollten vorübergehend gemieden werden, bis die Beschwerden nicht mehr auftreten. Die Diagnose erfolgt anhand der körperlichen Untersuchung. Ergänzend wird eine Ultraschall-Untersuchung (Sonographie) und in seltenen Fällen eine Schichtuntersuchung (Magnetresonanz – MRT) durchgeführt.

Die Therapie besteht in einem kleinen operativen Eingriff, bei dem in örtlicher Betäubung (Lokalanästhesie) das Ringband vorsichtig unter Schonung von Blutgefäße und Nerven komplett durchtrennt wird. Dadurch wird die Gleitfähigkeit der Sehne wieder frei durchgängig. Krankengymnastische oder ergotherapeutische Übungsbehandlung sind nur selten notwendig.

Siehe auch: (auch Schnappfinger, Springfinger, lat. Tendovaginosis stenosans, Tendovaginitis stenosans oder Digitus saltans)

Sehnenscheidenentzündungen:
Die Sehnenscheidenentzündung (Tendovaginitis, auch Peritendinitis oder Paratendinitis) ist eine Entzündung der Sehnenscheiden. Sie äußert sich in starken stechenden oder ziehenden Schmerzen. Sehnenscheidenentzündungen treten vor allem im Bereich des Handgelenks aber auch im Sprunggelenk-Bereich auf. Prinzipiell sind sie überall dort möglich, wo Sehnenscheiden existieren.

Sehnenscheidenentzündungen treten im Sportbereich vor allem durch schnelle Steigerungen von Belastung oder Belastungsdauer auf. Dies betrifft zum Beispiel bei (Ski-)Langläufern die Sehnenscheiden der Fußstrecker und der Fußbeuger.
Eine Sehnenscheidenentzündung kann auch durch längerfristiges Überstrapazieren der Handgelenke verursacht werden. Beispiele für solche Ursachen sind Fehlhaltungen oder eine unergonomische Ausstattung an Computer-Arbeitsplätzen – die zum, manchmal umgangssprachlich auch als „Mausarm“ bezeichneten, Repetitive Strain Injury Syndrom führen können – und ähnlich monoton belastende Tätigkeiten sowie fortgesetzte Überbeanspruchung des Handgelenks.

Seitenbänder:
Unser Bewegungsapparat besteht aus einem komplexen Aufbau verschiedener Strukturen, die es uns ermöglichen, uns zielgerichtet zu bewegen. Hier spielen neben der Skelettmuskulatur vor allem Sehnen als Verbindungselement zwischen Muskeln und knöchernem Skelett eine wichtige Rolle. Sie wirken als Kraftüberträger und ermöglichen ein gezieltes Bewegen. Bänder dienen zur Festigung und Stabilisierung der Gelenke.

Gelenke die mit Seitenbändern ausgestattet sind, wie Ellenbogen-, Langfinger-, Daumen-, Knie- und Sprunggelenk, werden durch diese zusätzlich stabilisiert, sodass die Wirkung oder Funktion einem Türschanier gleicht.

Skidaumen:
Als Skidaumen bezeichnet man den (Teil-) Riss des ulnaren Seitenbandes am Daumengrundgelenk. Typischerweise handelt es sich dabei um eine akute Sportverletzung, die zur Gelenkinstabilität mit Schmerzen und Schwellung führt.

Behandlung: Akutbehandlung nach der PECH-Regel (Pause, Eis, Compression, Hochlagern-Ruhigstellung), Operation mit Bandnaht oder Bandersatz, konservative Behandlung durch Schienen (Bandorthosen) und Physiotherapie.

Stoßwellentherapie:
Die extrakorporale Stoßwellentherapie (ES WT) bietet eine konservative Möglichkeit für die Behandlung verschiedener orthopädischen Erkrankungen. Stoßwellen sind energiereiche Wellen, die Wasser und Weichteilgewebe durchdringen können. Trifft eine Stoßwelle auf einen Festkörper wie z.B. Kalkablagerungen in einer Sehne, entlädt sie ihre Energie. Auf diese Weise können verschiedene Arten von Sehnenentzündungen wie die Achillessehnenentzündung, Sehnenentzündungen am Ellenbogen (Tennis- oder Golferellenbogen) Erfolgreich konservativ behandelt werden.

Weiters hat sich die Stoßwelle bei einem Fersensporn mit plantar Sehnenentzündung oder bei einer Kalkschulter (Tendinosis calcarea) bewertet. Sie wird auch bei schlecht heilenden Knochenbrüchen (Pseudoarthrose) eingesetzt.

Subacromiale Dekompression:
Die subakromiale Dekompression (S.A.D.) ist ein operativer Eingriff zur Behandlung des Impingementsyndroms. Hierbei kommt es zu einer Behinderung der Supraspinatussehne beim Gleiten unter dem Schulterdach. Hierfür können entzündliche Prozesse, Knochenausziehungen am Schultereckgelenk, eine ausgeprägte AC-Gelenksarthrose oder Kalkschulter,verantwortlich sein. Es werden der entzündete Schleimbeutel unterhalb des Schulterdaches entfernt. Bei Vorhandensein eines Knochensporns an der Unterseite des Schulterdaches wird dieser mit einer Fräse abgetragen und eine plane Fläche hergestellt. Der Raum zwischen Schlüsselbein und Schulterdach erweitert, sodass die darunter gleitenden Sehnen reibungslos arbeiten können.

Tendinitis calcarea – Kalkdepot:
Als Kalk Schulter wird eine Sehnenverkalkung (Tendinosis calcaria) im Schultergelenk bezeichnet. Sie tritt vor allem zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr auf. Die Verläufe sind sehr unterschiedlich. In den meisten Fällen lindern Schmerztherapie und Krankengymnastik die Beschwerden, in seltenen Fällen ist eine Operation notwendig. Grundsätzlich verbinden Sehnen den dazugehörigen Muskel mit einem bestimmten Knochen und sorgen so für eine bestimmte Bewegung. Die Kalk Schulter betrifft vor allem die Sehnen der Rotatorenmanschette:

Supraspinatussehne:
Am häufigsten betroffen, ermöglicht das Abspreizen des Armes

Infraspinatussehne:
Häufig betroffen, ist für die Außenrotation des Armes zuständig

Subscapularissehne:
Seltener betroffen, dient zur Innenrotation des Armes

Bei der Behandlung der Kalk Schulter kommen sowohl konservative Verfahren (Stoßwelle, Needling, antiphlogistische Therapie, Physiotherapie) als auch operative Verfahren (arthroskopische Kalkherd Entfernung) zur Anwendung.

Tendovaginitis stenosans De Quervain:
Hierunter versteht man eine spezifische Entzündung im Bereich der Sehnenscheiden des Musculus abductor pollicis longus und des Musculus extensor pollicis brevis im ersten Strecksehnenfach. Die Entzündung im Bereich der Sehnenscheiden führt zur Vernarbung und damit auch zur Einengung des Gewebes der Sehnenscheide, was die Gleitfähigkeit der Sehnen beeinträchtigt. Die Patienten klagen oft über belastungsabhängige Schmerzen, die im Bereich des Daumen und des Handgelenkes auftreten und in den Unterarm ausstrahlen können.

Frauen sind 5 mal häufiger betroffen als Männer.

  • Konservative Therapie:
    Konservative Therapie bezieht sich auf die Ruhigstellung des Armes im Gips mit Daumeneinschluss für etwa 14 Tage begleitend mit einer antiphlogistischen Therapie (NSAR). Zusätzlich kann die Anwendung von Cortison oder Lokalanästhetika erfolgen.
  • Operative Therapie:
    Sollte die konservative Therapie zu keiner Besserung der Beschwerden führen, wird das erste Strecksehnenfach operativ in links und gespalten. Zusätzlich findet eine Synovektomie des entzündeten Gewebes statt.

Tenotomie / Tenodese der langen Bizepssehne:
Die lange Bizepssehne ist ein Sorgenkind des Schultergelenkes. Sowohl im Bereich ihres Ansatzes am Tuberculum supraglenoidale (SLAP-Läsion) als auch in ihrem intraartikulären Verlauf bis hin zum Eintritt in den Sulcus (Pulley-Läsion) gibt es strukturelle Schäden die zu erheblichen Schmerzen führen können. Dies hat Funktions- und Bewegungseinschränkungen zur Folge. In den seltensten Fällen ist bei diesen Pathologien eine anatomische Rekonstruktion sinnvoll. In der Regel stellt sich die Frage nach einer extraanatomischen Befestigung (Tenodese) oder einfache Ablösung (Tenotomie) der langen Bizepssehne.

Ultraschall – Sonographie:
Es handelt sich dabei um ein bildgebendes Verfahren, mit denen der Arzt verschiedene Körperregionen und Organe untersuchen kann. Die Ultraschalluntersuchung ist eine schnelle, sichere, weitgehend nebenwirkungsfreie und kostengünstige Untersuchungsmethode, Die ambulant in der Arztpraxis durchgeführt werden kann.

Das Ultraschallgerät sendet über den Schallkopf Ultraschallwellen ins Gewebe. Dies wird vom Patienten nicht wahrgenommen. Die Ultraschallwellen werden vom Gewebe je nach dessen Beschaffenheit und Struktur unterschiedlich reflektiert (zurückgeworfen/abgeprallt). Der Schallkopf fängt diese reflektierenden Wellen wieder auf und das Ultraschallgerät kann daraus ein Bild errechnen.

Die Untersuchung ist komplett risikofrei. Die Schallwellen sind für den Patienten nicht spürbar und verursachen keine Verletzungen. Da es sich beim Ultraschall um Wellen   handelt und keine Strahlen, kann diese Untersuchung auch problemlos bei Schwangeren und Kindern angewandt werden.